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Mit einem Kredit traden

Mit einem Kredit den Handel von Binären Optionen bedienen – eine sinnvolle Strategie?

Das der Handel mit binären Optionen vergleichsweise kapitalintensiv ist, ist wohl sicher kein Geheimnis. Trotz des trading1finanziellen Hebels, welcher mit zunehmendem Risiko des Spekulationsgeschäfts direkt proportional wächst, wünschen viele Trader einen erhöhten Einstiegsbetrag. Denn es ist ja nur zu verständlich, dass es bei einem Investment von 1.000 Euro gleich um mehrere zehntausend Euro geht, die man möglicherweise bei einer vorhergesagten Kursentwicklung bekommt. Die meisten Hobby-Trader setzten in der Regel hingegen nur 10 oder maximal 50 Euro pro Trade – es ist klar, dass es so viel länger dauert, bis ein stattliches Vermögen heranwächst.

Auch macht es viel mehr Arbeit. Während ein Profi-Trader, der sich mit binären Optionen auskennt wie in seinen eigenen vier Wänden, nur einen einzigen Trade abgibt pro Woche, mit dem er womöglich 50.000 oder gar 100.000 Euro Gewinn erwirtschaftet, so müssen Einsteiger täglich mit Optionen traden, um auf ähnliche Summen zu kommen. Selbstverständlich dann auch mit erhöhtem Risiko: Denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Trader bei 10 Optionen richtig liegt was die Kursentwicklung anbelangt, ist gerade beim hochriskanten 60 Sekundenhandel fast auszuschließen. Hingegen ist die Wahrscheinlichkeit bei einem einzigen Trade beim Broker mindestens bei 50 Prozent.

Macht es also Sinn, einen Kredit einzusetzen?

Oberflächlich betrachtet: Ja. Denn Zinsen gibt es momentan zu extrem günstigen Konditionen. Selbst eine 0%-Finanzierung ist im Jahr 2016 keine Seltenheit mehr. Besonders der Autokredit ist hier als Paradebeispiel zu nennen. Denn hier werden aufgrund des Fahrzeugs, welches an sich eine Sicherheit für den Kreditgeber darstellt, kaum Bonitäts-Anforderungen gestellt und die Zinsen fallen besonders gering aus. Dabei ist klar: Wer einen Autokredit Vergleich nutzt, spart viel Geld. Mittlerweile gibt es hunderte solcher Vergleichsrechner für jede Kreditform im Internet zur kostenfreien Nutzung. Einige Trader gehen so vor, dass sie sich ein Auto anschaffen, welches vom Wert her weit unter der Summe liegt, die sie über den Autokredit ausgezahlt bekommen. Mit der Differenz gehen Sie dann zum Broker und investieren in den Optionshandel. Ob das legal ist, sei mal dahingestellt. Denn der Autohändler müsste eigentlich Einspruch dagegen einlegen, sofern er erfährt, wohin das geliehene Geld wirklich wandert.

Das Risiko ist extrem

Natürlich ist das spekulative Geschäft mit binären Optionen, etwa bei Brokern wie BDSwiss oder anyoption, schon riskant genug. Trader können dabei innerhalb weniger Stunden ihr gesamtes Kapital verlieren und verarmen. Wenn dann das Geld, mit dem sich an der Börse verschätzt wird, auch noch geliehen ist, wird die Situation noch schlimmer. Eine Privatinsolvenz ist dann die häufigste Folge.

Daher sollte man es sich genau überlegen, ob es tatsächlich Sinn macht, mit einem Kredit, zum Beispiel einem Autokredit, seine Investments zu tätigen. Wenn, so raten Finanzexperten, dann sollte diese immer unter dem Schutz einer Versicherung stehen, die dann einspringt, wenn die monatlichen Tilgungsraten vom Kreditnehmer nicht mehr zu begleich sind. Keinesfalls sollte ein Gläubiger mit im Kreditvertrag vermerkt sein – denn dieser würde bei Zahlungsunfähigkeit zur Kasse gebeten.